Die österreichischen Handball-Fans dürfen jubeln. Das ÖHB-Team hat sich für die EM-Endrunde in Kroatien qualifiziert. Diese findet im neuen Jahr vom 12. bis zum 28. Januar statt. Möglich wurde die EM-Teilnahme durch einen dramatischen „Showdown“ im entscheidenden Spiel gegen Bosnien. Österreich siegte denkbar knapp mit 34:32.
Das Spiel ging hin und her
Über mangelnde Spannung mussten sich die rund 5000 Fans, die dem Spektakel gegen Bosnien in der Albert-Schultz-Halle beiwohnten, wahrlich nicht beklagen. In der aufregenden Partie ging es ständig hin und her. Österreich führte rasch mit 3:0, verlor dann aber etwas den Faden und lag plötzlich mit 5:8 zurück. Zur Halbzeit stand es 17:17. Kurz nach Wiederanpfiff lag plötzlich Bosnien, das durch einen Sieg seinerseits das EM-Ticket gelöst hätte, mit 19:17 in Front. Wie zuvor Bosnien einen Rückstand aufholen konnte, gelang dies jetzt auch Österreich. Nach 36 Minuten stand es 20:20. Nach 44 Minuten zeigte das Ergebnis 25:25. Keine Seite wollte nachgeben, beide Mannschaften kämpften verbissen. Zwischen der 45. sowie der 47. Minute gelang dem ÖHB-Team dann allerdings der Durchbruch. Man hatte einen 3:0-Lauf. Von jenem konnte sich Bosnien nicht mehr erholen. Österreich brachte den Sieg nach Hause.
Extrem schwere Gruppe bei der EM in Kroatien
Der österreichische Handball ist durch die neuerliche Qualifikation für ein großes Turnier definitiv im Aufschwung. Seit 2010 ist es das fünfte Großevent, an dem die ÖHB-Auswahl teilnehmen darf. Allerdings sollten sich die Fans keine allzu großen Hoffnungen für die EM-Endrunde machen, denn die Gruppe von Österreich lässt sich eigentlich nur mit einem Wort beschreiben: Brutal! Das ÖHB-Team bekommt es mit Weltmeister Frankreich, Vizeweltmeister Norwegen sowie mit Weißrussland zu tun.