Rapids Reaktion auf Andreas Müllers Vorwürfe

Nachdem Andreas Müller Vorwürfe gegen den SK Rapid erhob, wies der Verein diese nun in einer öffentlichen Stellungnahme entschieden zurück. Entgegen den Aussagen des ehemaligen Sport-Geschäftsführers, der dem Verein Einflussnahme der sogenannten Fangruppierung „Ultras“ unterstellte, betonte Christoph Peschek, dass es zu keinem Zeitpunkt eine Fangruppe gab, die in den vergangenen Monaten in irgendeiner Weise an den Personalentscheidungen beteiligt war.

Der Wirtschafts-Geschäftsführer sprach in einer Fernsehsendung am Montag darüber, dass Rapid ein Verein sei, der auf den Dialog mit seinen Mitgliedern, Fans sowie Sponsoren und Partnern setze. Das bedeute aber nicht, dass man wichtige Entscheidungen gemeinsam treffe. Auch Müllers Vorwurf, dass die ihm im November ausgesprochene Beurlaubung auf Druck der Fangruppierung „Ultras“ erfolgte, wies Peschek entschieden zurück. Dies sei nicht der einzige Grund für Andreas Müllers Beurlaubung gewesen. Diese Aussage sei falsch.

Der Geschäftsführer führte weitere Gründe auf, die für eine Beurlaubung ausschlaggebend waren. So war, laut Peschek, unter anderem die damalige sportliche Situation mitentscheidend. Nach dem Trainerwechsel im vergangenen Juni, von Barisic zu Büskens, sei das Budget für die Kaderkosten deutlich überschritten worden. Die beschlossene Reduktion der Kaderkosten wurde von Müller jedoch nicht umgesetzt, so Peschek weiter.

Müller habe, dem Präsidenten Michael Krammer gegenüber, noch vor der Büskensbestellung einmal Franco Foda als eventuellen Trainerkandidaten in Betracht gezogen. Dies sei richtig und wurde von Peschek bestätigt. Wobei es dabei keinerlei Aufbereitung einer Entscheidungsgrundlage bedurfte. Außerdem sei das bereits Monate vor Saisonende geschehen, ergänzte Peschek.

Der Präsident selbst hätte sich den Sturm Coach zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur schwer vorstellen können. Im Endeffekt habe Müller mit Büskens einen Nachfolgerkandidaten für Barisic präsentiert.

Dem SK Rapid sei viel daran gelegen, die Turbulenzen bald hinter sich zu lassen. Der Klub verzichtet deshalb bewusst auf weitere Äußerungen zu den Vorwürfen von Andreas Müller. Der Geschäftsführer des Klubs betont, dass man wüsste, dass die sportliche Situation nicht zufriedenstellend sei. Gerade deshalb müsse man gemeinsam alle Kräfte zusammennehmen.