3-Nationen-Turnier: Österreich bleibt nur der letzte Platz

Österreich wollte das 3-Nationen-Turnier nutzen, um in den Duellen mit Ungarn und Brasilien Werbung für den eigenen Handball-Sport zu machen. Wirklich gelungen ist dies jedoch nicht, verlor die ÖHB-Auswahl doch beide Spiele und belegte damit den letzten Platz. Teamchef Patrekur Jóhannesson sah trotzdem eine positive Seite.

Klare Pleite gegen Ungarn – Enges Spiel gegen Brasilien
Gegen Ungarn war für Österreich nichts zu gewinnen. Die ÖHB-Auswahl ging mit 22:33 unter. Insbesondere in der zweiten Hälfte ging es dahin. Am Ende der ersten Halbzeit hatte es noch 14:11 für die Ungarn gestanden. Doch den Österreichern schien in der zweiten Hälfte die Kraft auszugehen. Einige Unkonzentriertheiten schlichen sich in die Partie.

Gegen Brasilien gab es einen gänzlich anderen Spielverlauf. Die ÖHB-Auswahl zog in der Anfangsphase sogar mit 6:3 davon. Dann allerdings drehten die Südamerikaner die Partie und gingen mit 16:13 zum Ende der ersten Halbzeit in Führung. Brasilien gewann schließlich mit 29:27. Österreich sicherte sich also die zweite Hälfte mit 14:13. Es war über weite Strecken ein Duell auf Augenhöhe, das schonungslos offenbarte, woran es dem ÖHB-Team wirklich noch fehlt, wenn Partien eng werden: Cleverness.

Jóhannesson: Einige Spieler mit Werbung in eigener Sache
Teamchef Jóhannesson zog trotz der beiden Pleiten ein überwiegend positives Fazit. Einige Spieler hätten „gute Werbung in eigener Sache gemacht“, so der Verantwortliche. Er habe sehen können, schildert Teamchef weiter, welche Akteure für das Nationalteam eine gute Alternative wären. Und „genau dafür“ gebe es solche Testspiele.

Der ÖHB bilanzierte in seinem offiziellen Bericht über das Turnier ähnlich. Trotz der beiden Niederlagen nehme man „viele positive Erkenntnisse mit.“ Der Teamchef habe neue Spieler testen und Akteuren, die lange verletzt waren, Einsatzzeiten verschaffen können. Dem ist nicht zu widersprechen.